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Elmar Lampson und die Orchester-Akedemie Hamburg
Alfred Schnittke über ein Konzert der Orchester Akademie Hamburg im großen Saal des Moskauer Tschaikowski-Konservatoriums am 30. September 1991 Bei Konzerten der Orchester-Akademie Hamburg hat man nicht nur den Eindruck gelungener Interpretationen, sondern auch den der dahinter stehenden großen Kultur und sorgfältigster Arbeit. Man spürt ja, was zufällig gelungen ist und was gelingen mußte. Und dieses Durchgearbeitetsein jeder Wendung gleichzeitig mit sinnvollem Zusammenwirken als Endergebnis besticht vor allem und erklärt die Einwirkung auf das Publikum. So war es auch in Moskau in einer Zeit, die viele Probleme hat, ist es nicht leicht, den Großen Saal des Moskauer Konservatoriums zu füllen. Aber am 30. September war es so. Das Programm beinhaltete Mahlers »Lieder eines wandernden Gesellen«, mein 3. Violinkonzert und Strawinskis Sinfonie in 3 Sätzen. Das erste Werk wurde gesungen von Janice Meyerson schön und rein, mit dem stillen innern Zittern der Stimme, das Mahler von Schubert erbte. Ich werde nichts über mein Stück sagen nur über das wunderbare Zusammenspiel des im großen Saale erklingenden Kammerorchesters mit dem herrlichen Solisten Mark Lubotzki, den ich schon fast 30 Jahre kenne und liebe und der einer meiner ältesten Freunde ist. Und dann die Sinfonie von Strawinski sinnvoll und unruhig von Elmar Lampson dirigiert, auf dessen fein detaillierte gründliche Vorarbeit auch das Gesamtergebnis dieses Konzerts zurückzuführen ist. Der Erfolg war groß und anhaltend. Mit herzlichen Grüßen Ihr A. Schnittke
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© EL, 25.03.01 |